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Mit Mehrwertkomponenten geht das Immobilienportal ImmofuxCom Mitte April 2004 an den Start. Flankierend werden weitere Projekte kurzfristig eingesetzt.
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Wirtschaftskrise und Immobilienmakler
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Bis zu 10 000 Makler stehen vor dem Aus
Zahl der Insolvenzen bei Immobilienvermittlern steigt rasant - Keine Zukunft für Wald- und Wiesenmakler
Berlin - Die Konjunkturkrise macht auch vor Maklern nicht halt. Jürgen-Michael Schick, Sprecher des Verbands Deutscher Makler (VDM), schätzt, dass die wirtschaftliche Talfahrt in den nächsten Jahren bis zu 10 000 Immobilienvermittler zwingen wird, ihre Tätigkeit einzustellen. Der Ring Deutscher Makler (RDM) hat nach eigenen Angaben im vergangenen Jahr bereits drei Prozent der Mitglieder verloren. Ob die Austritte auf Grund von Insolvenzen erfolgten oder nur vorgenommen wurden, um die Mitgliedsgebühren zu sparen, sei nicht bekannt, sagte Peter-Georg Wagner, Leiter der RDM-Marktforschung. In den nächsten Jahren dürfte sich der negative Trend fortsetzen. Die Ursachen für das Makler-Sterben sind vielfältig. Der Börsencrash nach der Jahrtausendwende hat bei privaten Anlegern erhebliches Kapital vernichtet, das seither für den Erwerb von Wohneigentum fehlt. Die Wirtschaftsschwäche und der fortschreitende Stellenabbau lassen auch gut verdienende Beschäftigte zögern, ein Haus oder eine Eigentumswohnung zu erwerben. Zudem gehen in Mietermärkten private Wohneigentümer zunehmend dazu über, Wohnungen ohne Einschaltung eines Maklers zu vermieten. Angesichts des großen Angebots freier Wohnungen sind Interessenten immer weniger bereit, die Makler-Courtage zu zahlen. Auf Mietermärkten betrage die Quote der über Makler vermittelten Wohnungen traditionell nur 20 bis 30 Prozent, weiß Wagner. "In Krisenzeiten sind es dann schnell nur noch 15 Prozent." Auch Unternehmen halten sich angesichts der unsicheren Lage mit der Anmietung oder dem Erwerb von Gewerbe- und Büroflächen zurück. Die Trendwende am Büroimmobilienmarkt ist zwar wiederholt angekündigt worden, bisher aber nicht eingetreten. Thomas Beyerle, Chefanalyst der Allianz-Dresdner-Bank-Tochter Deutsche Gesellschaft für Immobilienfonds (Degi), geht davon aus, dass der Büroimmobilienmarkt erst Ende 2005 einen spürbaren Aufschwung erfahren wird. Bis es soweit ist, werden zahlreiche Makler Insolvenz anmelden müssen, meinte Wagner: "Vor allem kleine Betriebe ohne ausreichende Kapitaldecke haben Schwierigkeiten, das Konjunkturtief zu überstehen." Ähnlich sieht dies VDM-Sprecher Schick, der zudem einen Strukturwandel in der Branche ausmacht: "Bauchladenmakler, die wahllos Wohn- und Gewerbeobjekte anbieten, werden keine Zukunft haben." Die gehöre vielmehr jenen Spezialisten, die ihre Tätigkeit auf einzelne Immobilienarten ausrichten. Rund 100 000 Deutsche verfügen derzeit über eine Genehmigung, als Makler tätig zu sein. Wie viele davon als Vollerwerbsmakler tätig sind, ist nicht bekannt. Schick vermutet jedoch, dass nur 20 000 Haupt- und weitere 10 000 Nebenerwerbsmakler kontinuierlich am Markt präsent sind. Letztere Gruppe, glaubt der VDM-Sprecher, werde zuerst gezwungen sein, ihre Tätigkeit einzustellen. hai
Artikel erschienen in der "Welt" am 24. März 2004
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